Jüdische Spuren im pilsener Bezirk
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Jewish Route in the Pilsen Region - HOME

Rokycany     Rokycany
Jüdische Besiedlung ist seit dem Jahr 1589 nachgewiesen. Der Friedhof, der am Stadtrand (nördlich hinter dem Krankenhaus) liegt, wurde erst im 19. Jh. errichtet. Aus diesem Grund findet man hier nur moderne Grabsteine und auch die Fläche des Friedhofes ist nicht voll ausgenützt. Das neu renovierte Totengräberhaus mit Gedenkstelle ist im privaten Besitz.
Die jüdische Gemeinde ging Anfang des Krieges im Jahre 1940 ein. Bis heute blieb auch das im Jahre 1871 erbaute Gebetshaus nicht erhalten, es wurde im Jahre 1981 eingerissen.
Rokycany waren seit ewig kirchliche Ware - seit 1100 gehörte sie dem Prager Bistum. Im Jahre 1362 hat hier Erzbischof Arnošt von Pardubic ein Augustinerkoster gegründet, welchem auch grosser Teil des Eigentums zugeteilt wurde. Damit fingen auch viele Probleme an, weil wegen dieses zweifachen Kircheneigentums die Bevölkerung während der Hussitenkriege an der Seite der Gegner stand. Später haben sich die Einwohner bemüht zu den freien Königsstädten zu gehören, was erst bei König Rudolf II. im Jahre 1584 gelang. Auch später war die Stadt die Probleme nicht los, hauptsächlich um den dreissigjährigen Krieg, wo viele Familien wegen Glaubens aussiedelten. Mehrmals wurde die Stadt von schwedischen Kriegern geplündert, hundert Jahre später dann von Franzosen und auch von Preussen. Als die Kriegsgefahr vorbei war, brannte die Stadt zweimal (1575 und 1784) ab. Letzte Katastrophe waren im Jahre 1866 wieder die Preussen.
Die bewegte Geschichte der Stadt zeigt, dass nicht viele Denkmäler zu erwarten sind. Zu bedeutsamen Bauten gehört die Kirche der Heiligen Schneemaria, ursprünglich aus dem 14. Jh., nach Brand im Jahre 1784 vom Architekten Ignaz Palliardi umgebaut. Die meiste Einrichtung ist aus der erlösten Hl. Nikolai Kirche der Prager Altstadt. Ausnahme ist das spätgotische Gemälde "Kreuzabnehmen" aus der Zeit um das Jahr 1500.
Interessant ist die Architektur der Friedhofskirche der Heiligsten Dreieinigkeit aus dem Jahr 1609, welche als protestantische Kirche erbaut wurde. Der gotische Renaissancebau wurde im 18. Jh. umgebaut, am Friedhof sind schöne Gusseisengrabsteine.
Schon Ende des 14. Jh. war die Stadt mit Stadtmauer umgeschlossen, bis heute ist an der nord-westlichen Seite ein Teil der Schanze mit Basteien erhalten.
Das Rathaus ist ein Neubau nach Ignaz Palliardi, nach dem Brand im Jahre 1784 und wurde im 19. und 20. Jh. umgebaut.
Am Rathaus ist die Gedenktafel des berühmtesten Landsmannes Jan Rokycan (vor 1397 - 1471), welcher der Sage nach in der Vorstadt Pátek (Rokycanstrasse Nr. 26) geboren ist. Nach seinem Studium in Prag wurde er Prediger der Prager Teinkirche, später gehörte er zu den bedeutsamsten Repräsentanten der Kalixtinerbewegung, so auch seine Teilnahme am Konzil in Basel. Bei König Jiří von Poděbrad war er Vorsitzender des sog. Unterkonsistoriums (Kalixtinertum) und ein Mitarbeiter des Königs. Im Rathaussaal wird an diese Persönlichkeit mit dem Gemälde von Alfons Mucha "Jan Rokycan am Konzil in Basel" erinnert.
Vor dem Rathaus steht die monumentale Mariasäule mit Statue der Heiligen Jungfrau Maria und weiteren neun Heiligen aus dem Jahr 1770.
So blieben auch interessante Bürgerhäuser erhalten, die meisten davon im Barockstil, manche auch im Renaissancestil. Zu den interessantesten gehört ein vom Architekten Caneval erbautes Dekanat aus dem 18. Jh.
Die naheliegende Fleischbank ist aus dem 19. Jh., sehenswert ist auch das örtliche Museum.
Mit Rokycany ist auch der Name des Komponisten und Violoncellovirtuosen Antonin Kraft (1752 - 1820) verbunden. Als Sohn des hiesigen Brauers hat er später in Prag und Wien studiert, u.a. bei Haydn. Er war Kapellmeister der Adelsfamilien, spielte aber auch auf einer eigenen Tournee. Auch sein Sohn Mikolᚠwar ein bedeutender Musiker.

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